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Hochquellenwasser:
Der Erfolg hat viele Väter, und das ist in unserem Fall gut so! Nichts wäre destruktiver als aus der Dringlichkeit der Wasserversorgung politische Taktik abzuleiten, nur um den politischen Gegner eins „auszuwischen“ – auch wenn es von einigen wenigen Unverbesserlichen noch immer praktiziert wird. Tatsache ist, dass bereits lange vor der Gemeinderatswahl eine Gruppe engagierter PressbaumerInnen die Forderung nach hochwertigen „Quellwasser“ zu Papier brachten. In einer bürgernahen Aussendung vom Februar 2005 heißt es: „Kostbares braucht nicht teuer sein!“ Wobei auf die mindere Qualität bei gleichzeitigem Höchstpreis des aufbereiteten Wassers hingewiesen wird. Weiters wurde an die konkurrierenden wahlwerbenden Bürgervertreter die Order erteilt, dafür zu sorgen, dass Pressbaum in Zukunft mit hochwertigen Hochquellwasser und damit mit dem wichtigsten Grundnahrungsmittel versorgt wird. Die Wahl ging vorüber und es war wie bei vielen politischen Wahlversprechen – Bürgermeister Kraus wollte sich der getätigten Versprechungen nicht mehr erinnern, da ja das Wassergeld bei einem m³ Preis von Euro 2,54 (ohne Mwst.) seit Generationen als „Melkkuh“ herhalten musste... Erst auf ständiges Drängen – auch seitens der Oppositionsparteien (Antrag der FPÖ vom 27.4.2005) – zeigte sich Bürgermeister Kraus einigermaßen gesprächsbereit und ersuchte Mitarbeitern von www.wir-fuer-pressbaum.com eine diesbezügliche Brieffassung vorzubereiten. Per E-Mail wurde diese bereits am 17. Mai 2005, um 12.15 Uhr, von uns an ihn übermittelt, in der Hoffnung, dass der nunmehrige SPÖ Bürgermeister mit der SPÖ Hochburg Wien eine bessere Gesprächsbasis hätte (NÖN-Bericht vom 1. Juni 2005) als es in den letzten Jahren war. Bitte anlicken: Dabei blieb es aber auch schon. Die Erwartungen einer raschen Fortführung dieser Gespräche blieben unerfüllt. Erst am 2. März 2006, also fast ein Jahr später, kam es zu den ersten Gesprächen zwischen dem nunmehrigen Anbieter EVN und den Gemeindevertretern Breier, Samec, Scheibelreiter und Kalchhauser . Wobei zur allgemeinen Verwunderung nicht Bürgermeister Kraus die Interessen der Gemeinde vertrat, sondern Richard Breier, als Vorsitzender des Wasserausschusses. Hierbei kamen auch die technischen Probleme zur Sprache: Geologisch bedingt, sind nämlich für die höher gelegenen Ortsteile mehrere Pumpstationen notwendig. Also eine dafür dringende Investition, die jedoch in keinem Budget eingeplant war. Um dessen ungeachtet trotzdem in den Genuss des bedeutend hochwertigeren Trinkwassers aus den Österreichischen Alpen zu kommen, wurden mit der EVN konkrete Anbotsvorschläge vereinbart, da es seitens der so erhofften SPÖ-Schiene Pressbaum/Wien nicht einmal zu einer Gesprächsbasis gekommen ist. Das war Stand Frühjahr 2006 und man hätte annehmen können, dass diese Gespräche zu einer Sensibilisierung der Pressbaumer Wasserversorgung geführt hätten – doch weit gefehlt! Doch wie so oft im Leben, führte auch in Pressbaum „Kommissar Zufall“ zu neuen Erkenntnissen über die wahre Situation. Während der Überprüfung zu einer der nächsten Gemeinderatssitzungen entdeckten Gemeinderäte der Oppositionsparteien ein Schreiben vom Amt der NÖ Landesregierung, in dem der vorherrschende Schimmelbefall sowie die Anzahl coliformer Bakterien in den Pressbaumer Wasserbehältern kritisiert wird. Des weiteren wurde seitens der Aufsichtsbehörde – sollte es zu keinen geeigneten Gegenmaßnahmen kommen – mit Anzeige gedroht. Datiert ist der Brief am 30. August 2005, das heißt, Bürgermeister Kraus, ließ uns ein knappes Jahr über den Zustand der Verkeimung unserer Wasserversorgung uninformiert. Möglich, dass es ihn auch selbst nicht interessiert hat. Wahrlich kein Akt einer verantwortungsvollen Gemeindeführung im Sinne der Bevölkerung. Was dieser Wasserbericht für Kranke, Ältere oder Kleinkinder in Pressbaum bedeutete, war vielen österreichischen Zeitungen eine Kopfzeile wert. Im Oktober 2006 kam dann das Anbot durch die EVN und diese offerierte uns 4 Varianten zur „gefälligen Kenntnisnahme“. Darin heißt es sinngemäß: Die EVN versorgt Pressbaum mit Hochquellenwasser, wobei die geschätzten Investitionskosten (Drucksteigerung, Leitungsverstärkung, Hochbehälter etc.) in Höhe von etwa 1,85 Mio. Euro von der Gemeinde zu berappen wären. Die Gemeinden Tullnerbach und Wolfsgraben entschließen sich am Hochquellenwasser zu partizipieren, damit würden auch unserer Gemeinde keine weiteren Kosten erwachsen und der Wassereinkaufspreis pro m³ würde sich nur geringfügig im hinteren Dezimalbereich erhöhen. Die EVN übernimmt das gesamte Wasserversorgungsnetz mit all seinen Anlagen, übernimmt gleichzeitig damit verbundenen Darlehen, versorgt Pressbaum, Tullnerbach und Wolfsgraben mit Hochquellenwasser und zahlt bei Übernahme an die Gemeinde runde 1.6 Mio. Euro. Außerdem würde sich der Wasserpreis geringfügig senken. Ähnlich wie Variante 3, allerdings mit dem gravierenden Unterschied, dass statt Hochquellenwasser sogenanntes „WVA Westbahn-Wienerwald-Wasser“ geliefert wird. Dafür würden an die Gemeinde runde 2,7 Mio. Euro bezahlt werden. Diese Varianten stehen also zur Verfügung und harren den Beschlüssen durch die Gemeindevertreter – allen voran dem SPÖ Bürgermeister Kraus und seinem grünen Koalitionspartner Samec... ... und seit damals warten wir!
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